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Der `!Muskauer Faltenbogen`! in `F33f`_`[Brandenburg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Brandenburg]`_`f und `F33f`_`[Sachsen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sachsen]`_`f (`F33f`_`[Deutschland`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Deutschland]`_`f) sowie in der `F33f`_`[Woiwodschaft Lebus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Woiwodschaft_Lebus]`_`f (`F33f`_`[Polen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Polen]`_`f) ist eine `F33f`_`[Stauchendmoräne`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Endmoräne]`_`f der `F33f`_`[Elstereiszeit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Elstereiszeit]`_`f. Er ist Bestandteil des `F33f`_`[Lausitzer Grenzwalles`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lausitzer_Grenzwall]`_`f. Der Muskauer Faltenbogen wurde 2006 in die Liste der 77 ausgezeichneten `F33f`_`[Nationalen Geotope`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nationaler_Geotop]`_`f aufgenommen.`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f]

>>Contents

• `F0af`_`[Geographische Lage`#geographische-lage]`_`f
• `F0af`_`[Geologie und Bergbau`#geologie-und-bergbau]`_`f
• `F0af`_`[Geoparks`#geoparks]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f

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>>Geographische Lage

Der Muskauer Faltenbogen erstreckt sich beiderseits der einen Abschnitt der `F33f`_`[deutsch-polnischen Grenze`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oder-Neiße-Grenze]`_`f bildenden `F33f`_`[Lausitzer Neiße`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lausitzer_Neiße]`_`f in Form eines nach Norden offenen `F33f`_`[Hufeisens`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hufeisen]`_`f von `F33f`_`[Döbern`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Döbern]`_`f (Brandenburg) im Nordwesten über `F33f`_`[Weißwasser/Oberlausitz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Weißwasser/Oberlausitz]`_`f und `F33f`_`[Bad Muskau`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bad_Muskau]`_`f (beide in Sachsen) im Süden bis zum polnischen `F33f`_`[Trzebiel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Trzebiel]`_`f (dt. Triebel) im Nordosten über eine Fläche von etwa 250 km². Seine höchste Erhebung ist der westlich von Döbern befindliche `F33f`_`[Hohe Berg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hoher_Berg_(Döbern)]`_`f (183,7 m ü. `F33f`_`[HN`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Höhennull]`_`f)`:cite-ref-de-bfn-karten-2-0[`F5bf`_`[2`#cite-note-de-bfn-karten-2]`_`f]. Zu den weiteren Erhebungen gehören der `*Brandberg`* (175,3 m) und die `*Drachenberge`* (162,8 m).

Der grenzüberschreitende `!Geopark Muskauer Faltenbogen`! umfasst eine Größe von etwa 580 km².`:cite-ref-3[`F5bf`_`[3`#cite-note-3]`_`f]

>>Geologie und Bergbau

Ein bis zu 500 m mächtiger `F33f`_`[Gletscher`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gletscher]`_`f des `F33f`_`[Inlandeises`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Inlandeis]`_`f stauchte die vor und unter ihm liegenden `F33f`_`[Sand`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sand]`_`f- und `F33f`_`[Braunkohle`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Braunkohle]`_`fschichten auf mehr als 40 km Länge zu einem kleinräumigen Faltenbogen mit einer Stauchendmoräne von bis zu 180 m Höhe und 700 m Breite auf. Die Struktur ist `F33f`_`[rezent`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rezent]`_`f als flachwelliger Hügelzug erhalten und weltweit nahezu einmalig. Der in der Folge innerhalb des Hufeisens entstandene Schmelzwassersee wurde durch `F33f`_`[Bändertone`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bänderton]`_`f aufgefüllt. Eisvorstöße in den folgenden Kaltzeiten trugen die höhergelegenen Teile der Endmoräne ab. Durch `F33f`_`[Oxidation`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oxidation]`_`f und damit einhergehendem Volumenverlust der oberflächennahen Bereiche der Braunkohlenflöze bildeten sich Geländefurchen von 3 m bis 5 m, maximal 20 m Tiefe, 10 m bis 30 m Breite und bis zu mehreren Kilometern Länge. Als `F33f`_`[Gieser`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gieser]`_`f benannt bilden sie auf langen Strecken abflusslose Gräben, die entweder mit stehendem Wasser gefüllt oder häufig auch vertorft sind.`:cite-ref-4[`F5bf`_`[4`#cite-note-4]`_`f]`:cite-ref-goth-5-0[`F5bf`_`[5`#cite-note-goth-5]`_`f]

Während lange Zeit davon ausgegangen wurde, dass der Faltenbogen in der `F33f`_`[Saaleeiszeit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Saale-Komplex]`_`f gebildet wurde, entstand er nach neueren Untersuchungen bereits in der `F33f`_`[Elstereiszeit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Elster-Kaltzeit]`_`f.`:cite-ref-goth-5-1[`F5bf`_`[5`#cite-note-goth-5]`_`f] Dass er im Bereich einer saalezeitlichen Endmoräne liegt, ist dabei eher zufälliger Natur.

Nach schon jahrhundertelanger Gewinnung von Ton und Sand wurde im 19. und 20. Jahrhundert im Gebiet des Muskauer Faltenbogens (`F33f`_`[Niederschlesische Heide`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Niederschlesische_Heide]`_`f) Braunkohle abgebaut, teils im `F33f`_`[Pfeilerbruchbau`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pfeilerbruchbau]`_`f, teils im `F33f`_`[Tagebau`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tagebau]`_`f. Bedingt durch die Lage der abgebauten Flöze haben sich nach Ende des Bergbaus in den Restlöchern nördlich und östlich von Weißwasser auffallend langgestreckte Seen gebildet.`:cite-ref-6[`F5bf`_`[6`#cite-note-6]`_`f]

>>Geoparks

Auf deutscher Seite ist die gesamte Fläche dieser geologischen Struktur – unter Einbeziehung südlich angrenzender Gebiete – seit 2003 ein `F33f`_`[Geopark`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Geopark]`_`f. Dieser wurde 2006 als Nationaler Geopark in Deutschland anerkannt`:cite-ref-7[`F5bf`_`[7`#cite-note-7]`_`f] und – zusammen mit dem polnischen Schwester-Geopark – im Jahr 2011 zu einem Geopark des `*European Geopark Network`* zertifiziert. Die `F33f`_`[UNESCO`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=UNESCO]`_`f definiert für einen Geopark drei übergeordnete Ziele: Bewahrung der intakten Umwelt, Impulse für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und geowissenschaftliche Wissensvermittlung. Acht der insgesamt 19 deutschen Geoparks`:cite-ref-8[`F5bf`_`[8`#cite-note-8]`_`f] haben die internationale Auszeichnung der UNESCO als Globaler Geopark erhalten und arbeiten in einem europaweiten Netzwerk zusammen.`:cite-ref-9[`F5bf`_`[9`#cite-note-9]`_`f]

Am 28. Mai 2016 fand in Bad Muskau die feierliche Übergabe des Titels `F33f`_`[UNESCO Global Geopark`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=UNESCO_Global_Geopark]`_`f statt.`:cite-ref-10[`F5bf`_`[10`#cite-note-10]`_`f]

>>Literatur

• Manfred Kupetz: `*Der Muskauer Faltenbogen – ein Geotop von europäischer Bedeutung`*. In: `*Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge`*, 1/1996, S. 125–136, Kleinmachnow 1996.
• Almut Kupetz, Manfred Kupetz, Jochen Rascher: `*Der Muskauer Faltenbogen – ein geologisches Phänomen, Grundlage einer 150jährigen standortgebundenen Wirtschaftsentwicklung und Geopark in Brandenburg, Sachsen und der Wojewodschaft Lubuser Land`*. (Hrsg.: Gesellschaft für Geowissenschaften e. V., Berlin 2004)
• Nicole Schönbach: `*Der Bergsegen von Muskau. Die Geschichte der Alaunbergbaufolgelandschaft.`* in: `F33f`_`[Landesamt für Denkmalpflege Sachsen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Landesamt_für_Denkmalpflege_Sachsen]`_`f (Hrsg.): `*Technische Denkmale in Sachsen.`* Arbeitsheft 17, Dresden 2017, S. 40–46. ISBN 978-3-95498-350-6
• Kupetz, A.; Kupetz, M.; Rascher, J. (2004): Muskauer Faltenbogen - Łuk Mużakowa - Muskau Arch. Hrsg.: Förderverein Geopark Muskauer Faltenbogen e. V. Döbern, Muskauer Str. 14 Dezember 2018 (deutsch, englisch, polnisch).

>>Weblinks

Commons

: GeoPark Muskauer Faltenbogen

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

• Literatur von und über Muskauer Faltenbogen im Katalog der `F33f`_`[Deutschen Nationalbibliothek`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Deutsche_Nationalbibliothek]`_`f
• 360° Luftbildpanorama nahe Kromlau
• `*Muskauer Faltenbogen / Łuk Mużakowa`* auf der Website der UNESCO zu Global Geoparks (englisch).
• Geopark Muskauer Faltenbogen
• Muskauer Faltenbogen auf der Landkreisseite Spree-Neiße

>>Einzelnachweise

`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f Almut Kupetz, Manfred Kupetz: `*Fußabdruck eines Gletschers - Der eiszeitliche Muskauer Faltenbogen.`* In: Ernst-Rüdiger Look, Ludger Feldmann (Hrsg.): `*Faszination Geologie. Die bedeutende Geotope Deutschlands`*, E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2006, ISBN 3-510-65219-3, S. 32f.
`:cite-note-de-bfn-karten-2`!2.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-de-bfn-karten-2-0]`_`f Karten und Daten des `F33f`_`[Bundesamtes für Naturschutz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bundesamt_für_Naturschutz]`_`f (Hinweise)
`:cite-note-3`!3.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-3]`_`f `*UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen / Łuk Mużakowa: Ein Amphitheater aus Moränen quer zur Neisse.`* `F33f`_`[Deutsche UNESCO-Kommission`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Deutsche_UNESCO-Kommission]`_`f, abgerufen am 17. Februar 2021.
`:cite-note-4`!4.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-4]`_`f `*Muskauer Faltenbogen.`* Abgerufen am 14. August 2015.
`:cite-note-goth-5`!5.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-goth-5-0]`_`f K. Goth: Geologischer Kalender 2017. Deutsche Geologische Gesellschaft, ISBN 978-3-932537-61-5, Faltenbogen (englisch).
`:cite-note-6`!6.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-6]`_`f LMBV: Lausitzer Braunkohlenrevier. Wandlungen und Perspektiven. Trebendorfer Felder/Nochten/Reichwalde. S. 26–27 (lmbv.de [PDF]).
`:cite-note-7`!7.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-7]`_`f `*Nationaler GeoPark Muskauer Faltenbogen`*, nationaler-geopark.de, abgerufen am 1. November 2017.
`:cite-note-8`!8.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-8]`_`f https://www.geoparks-in-deutschland.de/Was_ist_ein_Geopark.html
`:cite-note-9`!9.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-9]`_`f Muskau Arch / Łuk Mużakowa UNESCO Global Geopark auf der Liste der UNESCO-Geoparks (englisch). Abgerufen am 3. Mai 2016
`:cite-note-10`!10.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-10]`_`f Feierliche Übergabe des UNESCO Titels, abgerufen am 31. Mai 2016.

51.54916666666714.581666666667`:coordinates`aKoordinaten: 51° 32′ 57″ N, 14° 34′ 54″ O

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